Pfarrei Heilig Geist Jülich
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Öffnungszeiten

St. Andreas und Matthias, Lich-Steinstraß: zur Zeit ganz geschlossen

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Kirche in Jülich

Pfarrpatron: Andreas

Pfarrpatron: Matthias

Glasmalerei

GPS Daten

Andreas und Matthias, Matthias Platz

GPS 06°22´39“ ÖL-50°55´49“NB

Matthiaskapelle, Matthias Platz

GPS 06°22´40“ ÖL-50°55´49“ NB

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21.07.2011

GPS Daten des Jülicher Pilgerweges

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JÜLICH, LICH-STEINSTRASS, ST. ANDREAS UND MATTHIAS

Matthias-Platz

 

 
 
 
 
 
 

Zur Pfarrei Heilig Geist Jülich gehört der seit 1980 wegen des »Tagebau-Hambach« umgesiedelte Ort LICH-STEINSTRASS MIT DER KIRCHE ST. ANDREAS UND MATTHIAS

PATRONAT: Andreas und Matthias sind zwei der zwölf Apostel, wobei Matthias erst nach der Auferstehung Christi an die Stelle des Judas in das Apostelkollegium gewählt wurde (Ap. 1.23-26). Andreas war der Bruder des Petrus. Er gehörte zu den Jüngern Johannes des Täufers, der ihn zu Jesus schickte. Andreas starb als Märtyrer in Griechenland. Er wurde am so genannten Andreas-Kreuz zu Tode gebracht. - Festtag 30.11.

Über Matthias ist nichts bekannt. Seine Reliquien sollen durch die Kaiserin Helena (250–330) nach Trier gekommen sein. Seit 1127 werden sie in der dortigen Benediktiner-Abtei verehrt und durch Wallfahrer – so auch jährlich aus Lich-Steinstraß – aufgesucht. - Festtag 24.02.

AUS DER GESCHICHTE DES ORTES UND DER KIRCHE: Steinstraß entstand an der gepflasterten Römerstraße zwischen Köln und Jülich. Es war wohl schon um 1550 mit Lich zusammengewachsen, das damals eine dem hl. Kunibert (600–664), Bischof von Köln, geweihte Kapelle besaß. Pfarre wurde Lich-Steinstraß erst 1804. Damals erhielt die Kirche den Apostel Andreas als Patron. Sie wurde 1986 abgerissen. 1986–1988 wurde in Neu-Lich-Steinstraß nach Plänen des Mönchengladbacher Architekten Döhmen aus Beton und Backstein die heutige Kirche errichtet.

AUSSTATTUNG: Fenster als freie Kompositionen von Hubert Spierling aus dem Jahr 1988 8Hubert Spierling, Malerei+Glasmalerei, Paderborn 2010, darin auf S. 299 zu den Fenstern in Lich-Steinstraß »Lichtinspirationen« von Myriam Wierchwski).

Aus der Kirche am alten Standort stammen einige Ornamentfenster mit einigen kleinen Figuren im Durchgang von Paul Franz Bonnekamp aus der Zeit um 1955; in der selben Zeit entstand auch ein Fenster von Johannes Beeck im Seitenschiff mit der Darstellung der beiden Kirchenpatrone.

ORGEL: 21 Register, 1992, Fa. Georges Heintz, Schittach/Schwarzwald.

VOR DER KIRCHE eine Matthias-Kapelle aus dem 17. Jh. Sie ist Eigentum der Matthias-Bruderschaft und wurde am alten Standort abgetragen und am neuen wiederaufgebaut (Architekten K. und M. Tönesmann, Jülich). In ihr ein Altar mit Matthias-Figur aus dem 18. Jh.

JÜLICH, PROPSTEIKIRCHE ST. MARIAE HIMMELFAHRT - Kirchplatz

PATRONAT: Das Fest der »leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel« wird schon im 6. Jh. gefeiert und 1950 durch Papst Pius XII zum Dogma erhoben. - Festtag ist der 15.08. Er ist auch der Tag der Kräuterweihe. 

AUS DER GESCHICHTE DES ORTES UND DER KIRCHE: Schon bald nach seiner Entstehung an der alten Römerstraße von Köln zum Englischen Kanal und am Rur-Übergang im 1. Jh. wurde Jülich 357 erstmals genannt. Im 8. Jh. war es Zentralort eines Dekanates, bevor Erzbischof Wichfried von Köln (900–953), ein Bruder des Grafen Gottfried von Jülich, 945 die Jülicher Kirche dem Kölner Ursula-Stift schenkte. Auf seinen Predigtreisen war Bernhard von Clairvaux (1090–1153), der vielleicht berühmteste Mönch der gesamten Kirche, am 14. und 15.01.1147 in Jülich. Herzog Wilhelm V. (1516–1592) verlegte seine Residenz von Nideggen nach Jülich und ließ die Stadt nach dem großen Brand von 1547 als Festung im italienischen Stil mit Zitadelle und Schloss ganz neu erbauen. Nach Jahrhunderten der Nutzung als Kaserne und nach großen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurden der Ostflügel des Schlosses mit der SCHLOSSKAPELLE seit 1960/70 restauriert, sodass beide heute wieder als ein großes Bauwerk italienischer Hochrenaissance deutlich werden. Ihr italienischer Architekt Alessandro Pasqualini (1493–1559) hatte sein Handwerk wohl in der römischen Bauschule an St. Peter bei Bramante (1444–1514) und Raffael (1483–1520) gelernt, sodass die 1553 begonnene Schlosskapelle eines der schönsten Renaissance-Bauwerke nördlich der Alpen wurde.

1568 wurde von Nideggen auch das »Stift mit den Reliquien der Seligen Christina von Stommeln (1242–1312 nach Jülich verlegt und erhielt den Namen Liebfrauenstift. Zu einem Stift gehören meist zwölf Geistliche und ein Dechant. Leiter der äußeren Angelegenheiten eines Stiftes ist der Propst. Mit der Säkularisation wurde das Stift aufgelöst. 1936 wurde die Kirche in Erinnerung an die vergangenen Zeiten »Propsteikirche« und der Pfarrer Propst. Die Mitglieder eines Stifts, die Kanoniker oder Stiftsherren, lebten von den dem Stift zur Verfügung gestellten Pfründen.

Christina von Stommeln  war eine Mystikerin. Sie lebte in Pulheim-Stommeln und trug - vielfach belegt – die Wundmale Christi an Händen, Füßen, Brust und Stirn. Ein deutlich sichtbarer, bisher nicht erklärter, grüner Streifen auf ihrem Schädel in Jülich, wird von manch einem als Zeugnis der Dornenkrone Christi gedeutet. Der Codex Iuliacensis, heute aufbewahrt im Diözesanmuseum in Aachen, enthält u.a. einen höchst interessanten und für die Mystik-Forschung wichtigen Briefwechsel, den Christina mit Petrus von Dacien, einem Dominikaner aus Schweden, führte. 1908 wurde Christina seliggesprochen. - Festtag 06.11.

Die heutige Jülicher Propsteikirche wurde nach der Kriegszerstörung 1952 von Peter Salm aus Aachen neu gebaut. Aus dem 11. bis 15. Jh. stammende Vorgängerbauten wurden am Ende des 19. Jh. v

JÜLICH, PROPSTEIKIRCHE ST. MARIAE HIMMELFAHRT - Kirchplatz

PATRONAT: Das Fest der »leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel« wird schon im 6. Jh. gefeiert und 1950 durch Papst Pius XII zum Dogma erhoben. - Festtag ist der 15.08. Er ist auch der Tag der Kräuterweihe. 

AUS DER GESCHICHTE DES ORTES UND DER KIRCHE: Schon bald nach seiner Entstehung an der alten Römerstraße von Köln zum Englischen Kanal und am Rur-Übergang im 1. Jh. wurde Jülich 357 erstmals genannt. Im 8. Jh. war es Zentralort eines Dekanates, bevor Erzbischof Wichfried von Köln (900–953), ein Bruder des Grafen Gottfried von Jülich, 945 die Jülicher Kirche dem Kölner Ursula-Stift schenkte. Auf seinen Predigtreisen war Bernhard von Clairvaux (1090–1153), der vielleicht berühmteste Mönch der gesamten Kirche, am 14. und 15.01.1147 in Jülich. Herzog Wilhelm V. (1516–1592) verlegte seine Residenz von Nideggen nach Jülich und ließ die Stadt nach dem großen Brand von 1547 als Festung im italienischen Stil mit Zitadelle und Schloss ganz neu erbauen. Nach Jahrhunderten der Nutzung als Kaserne und nach großen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurden der Ostflügel des Schlosses mit der SCHLOSSKAPELLE seit 1960/70 restauriert, sodass beide heute wieder als ein großes Bauwerk italienischer Hochrenaissance deutlich werden. Ihr italienischer Architekt Alessandro Pasqualini (1493–1559) hatte sein Handwerk wohl in der römischen Bauschule an St. Peter bei Bramante (1444–1514) und Raffael (1483–1520) gelernt, sodass die 1553 begonnene Schlosskapelle eines der schönsten Renaissance-Bauwerke nördlich der Alpen wurde.

1568 wurde von Nideggen auch das »Stift mit den Reliquien der Seligen Christina von Stommeln (1242–1312 nach Jülich verlegt und erhielt den Namen Liebfrauenstift. Zu einem Stift gehören meist zwölf Geistliche und ein Dechant. Leiter der äußeren Angelegenheiten eines Stiftes ist der Propst. Mit der Säkularisation wurde das Stift aufgelöst. 1936 wurde die Kirche in Erinnerung an die vergangenen Zeiten »Propsteikirche« und der Pfarrer Propst. Die Mitglieder eines Stifts, die Kanoniker oder Stiftsherren, lebten von den dem Stift zur Verfügung gestellten Pfründen.

Christina von Stommeln  war eine Mystikerin. Sie lebte in Pulheim-Stommeln und trug - vielfach belegt – die Wundmale Christi an Händen, Füßen, Brust und Stirn. Ein deutlich sichtbarer, bisher nicht erklärter, grüner Streifen auf ihrem Schädel in Jülich, wird von manch einem als Zeugnis der Dornenkrone Christi gedeutet. Der Codex Iuliacensis, heute aufbewahrt im Diözesanmuseum in Aachen, enthält u.a. einen höchst interessanten und für die Mystik-Forschung wichtigen Briefwechsel, den Christina mit Petrus von Dacien, einem Dominikaner aus Schweden, führte. 1908 wurde Christina seliggesprochen. - Festtag 06.11.

Die heutige Jülicher Propsteikirche wurde nach der Kriegszerstörung 1952 von Peter Salm aus Aachen neu gebaut. Aus dem 11. bis 15. Jh. stammende Vorgängerbauten wurden am Ende des 19. Jh. von Wiedhase und Renard neoromanisch umgebaut. Das Untergeschoss des Turms stammt z. T. aus dem 12. Jh. Sehenswert die Kalksintersäulchen im Turmdurchgang. Im ersten Obergeschoss eine Michaelskapelle mit Kuppelgewölbe.

AUSSTATTUNG: Glasfenster der Nord- und Südwände von Anton Wendling (1891–1965) von 1957-1962 (Myriam Wierchowski, Anton Wendling, Facettenreiche Formstrenge,Linnich 2009); Chorfenster von Ludwig Schaffrath, 1952.

on Wiedhase und Renard neoromanisch umgebaut. Das Untergeschoss des Turms stammt z. T. aus dem 12. Jh. Sehenswert die Kalksintersäulchen im Turmdurchgang. Im ersten Obergeschoss eine Michaelskapelle mit Kuppelgewölbe.

AUSSTATTUNG: Glasfenster der Nord- und Südwände von Anton Wendling (1891–1965) von 1957-1962 (Myriam Wierchowski, Anton Wendling, Facettenreiche Formstrenge,Linnich 2009); Chorfenster von Ludwig Schaffrath, 1952.

 
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